Urbane Gartenschau Nürnberg 2030 – Auf Grünen Wegen durch die Stadt

Nürnberg präsentiert sich als Labor für zukunftsfähige integrierte Stadtentwicklung. Das Jahr der Urbanen Gartenschau 2030 wirkt…

Nürnberg präsentiert sich als Labor für zukunftsfähige integrierte Stadtentwicklung. Das Jahr der Urbanen Gartenschau 2030 wirkt als Meilenstein und Beschleuniger in einem Prozess, der bereits begonnen hat und über das Jahr der Gartenschau hinaus weitergehen wird.

Das übergeordnete Konzept der Grünen Finger wird aufgegriffen und die grünen Wege aus dem Umland an den Stadtgraben herangeführt Der Stadtgraben wird als Verteiler rund um die Altstadt auf kurzen Wegen an die Stadtteile angeschlossen. Von der Grasersgasse zum Maxtor verbindet ein Grüner Weg durch die Altstadt alle Teilbereiche zur Gartenschau. Dauerhafte und temporäre Interventionen ergänzen sich hier zu einem dichten Erlebnis urbaner Lebensqualität: soziale und kulturelle Interaktion, Nutzungsvielfalt, Biodiversität und Mobilität.

Innerstädtische Erschließung – Grüne Wege durch die Stadt

Der Stadtgraben als Gesamtbauwerk wird über drei Rundwege erschlossen: der schnelle Fuß- und Radweg außen am Graben, die abwechslungsreichen Park- und Gartenwege im inneren des Grabens und der beschauliche Spaziergang entlang der mittelalterlichen Stadtmauer in der Altstadt.

Zur Umgebung erleichtern neue Querungen in kurzen Abständen den Weg zum Stadtgraben. An den Stadttoren werden lebendige Stadtplätze und einladende Parkeingänge gestaltet: Die Fahrspuren werden reduziert und gepflastert, Fuß- und Radwege bekommen klaren Vorrang. Die Zugänge zum Graben werden ergänzt und barrierefrei ausgebaut.

Der Grüne Weg durch die Stadt verbindet den Hauptbahnhof über die Grasersgasse, durch die Altstadt mit der Insel Schütt, dem Theresien- und Egidienplatz bis zum Maxtor und damit dem zweiten Haupteingang zur Gartenschau an der Burg.

Zusammen mit den Wegen entlang der Pegnitz und den fußgängerfreundlichen Bereichen entsteht ein Netz der kurzen und grünen Wege durch die Innenstadt.

Miteinander – Vielfältige Nutzungen im öffentlichen Raum

Der Stadtgraben und die Teilbereiche in der Altstadt ermöglichen vielfältige urbane Nutzungen für ein gutes, gesundes Lebensgefühl in der Stadt. Die gestalterisch räumliche Konzentration auf den Stadtgraben und den einen grünen Weg ermöglicht eine Intensität der Atmosphäre zu entwickeln und die Möglichkeiten im Rahmen der Gartenschau zu bündeln.

Die Hauptbereiche zur Gartenschau im Süden am Hauptbahnhof und im Norden an der Burg werden intensiv erschlossen und aufgewertet. Entlang des Stadtgrabens entstehen Orte der Ruhe im Wechsel mit aktiven Bereichen. Die thematischen Meilen werden aufgegriffen und frei miteinander verzahnt. An der Burg liegt ein Schwerpunkt auf den Veranstaltungen im Stadtgraben, die über das Maxtor und den neuen Aufzug in der Burg-Stiege barrierefrei erschlossen werden. In der Zukunftsmeile werden die Schulsportanlagen für alle zugänglich und mit Freizeitsport und Spiel am Maxtor erweitert. Vom Hauptbahnhof erstreckt sich die Kulturmeile in beide Richtungen. Der Graben wird über die neue Königs-Stiege direkt angebunden und auch an der Grasersgasse als Hauptzugang aufgewertet. In die Freizeitmeile mit ihrem vielfältigen Bestand werden besondere Highlights an der Spittlertor-Stiege integriert: Hier führt eine Rutsche bis in den Graben und ein neuer Kletterfels errichtet.

Auch in der Altstadt werden entlang des grünen Weges neue Nutzungsangebote für Ruhe, Bewegung und Erholung im Freien geschaffen. Wichtig in der Enge der Großstadt: Die Flächen werden mehrfach wirksam gemacht: für die Umwelt, für Tiere und Pflanzen und für Menschen als guter Ort zum Leben und Arbeiten. Zwischen den dauerhaft umgestalteten Plätzen werden in der Altstadt über temporäre Sitz- und Pflanzmöbel neue Angebote zum nicht-kommerziellen Aufenthalt und mehr Grün in der Stadt gemacht. Entlang des Weges sind Trinkbrunnen und erfrischende Wasserelemente vorgesehen.

2. Phase im Realisierungswettbewerb

Ort
Nürnberg

Auslober
Stadt Nürnberg

Verfahren
offener, 1-phasiger Realisierungswettbewerb gemäß RPW 2013

Zeitpunkt
02/2025

Planungspartner
Landschaftsmanufaktur, Katja Erke
1komma2, Christian Scheeler

Visualisierung
Werk 3

weitere Projekte