Neubau Verwaltungs- und Kommunikationszentrum für das GeoForschungsZentrum Potsdam

Ein atmosphärischer Platzraum für das GFZ   Im Delta des Verwaltungsgebäudes, der Mensa und des Neubaus spannt sich ein leicht geneigter Platz als Orientierungs- und Verweilort auf. Er lebt von…

Ein atmosphärischer Platzraum für das GFZ

 

Im Delta des Verwaltungsgebäudes, der Mensa und des Neubaus spannt sich ein leicht geneigter Platz als Orientierungs- und Verweilort auf. Er lebt von seiner sorgfältigen Raumgliederung, der sanften Topgrafie, den präzise eingeschnittenen Stufen und seiner haptischen Oberfläche mit eingelegten, geometrischen Vegetationsinseln. Der Platz versteht sich damit als repräsentatives Gewebe im Vorfeld zentraler Gebäude. Dabei sind Innen- und Außenraum eng miteinander verzahnt.

 

Die zentralen Flächen werden mit einem grau-beigefarbenen Kleinsteinpflaster) belegt, um den Einklang mit vorhandenem Bestand und Nutzungskomfort sowie der Barrierefreiheit herzustellen. Die über den Platz verlaufende Straße wird in ihrem Profil reduziert und mit einem Großsteinpflaster subtil von den angrenzenden Flächen unterscheidbar gemacht. Wasser wird den Pflanzflächen zugeführt. Durch die angestrebte Höhenabwicklung lassen sich alle Bereiche mit einem Längsgefälle von höchstens 3,5 % ausbilden – somit kann auf technisch wirkende Rampen verzichtet werden. Direkte Wegeverbindungen werden mit geschleppten Stufen geklärt.

 

Die kreisrunden, großformatigen Baumscheiben werden als Aussparungen für Bestandsbäume und Neupflanzungen begriffen. Sie erhalten jeweils Unterpflanzungen aus Ziergräsern und eingestreuten farbigen Akzentbildnern. Insbesondere an den Begegnungsflächen werden die Pflanzungen mit Sitzbänken ergänzt. Zusätzlich findet sich auf der Terrasse, östlich des Neubaus, ein umfangreiches Angebot aus Möbeln mit Stühlen und Tischen im Sinne von teilweise überdachten Außenarbeitsplätzen. Hier können bedarfsweise alle Möbel bedarfsgerecht zusammengestellt werden – ob als Einzelarbeitsplatz oder größeren Arbeitsgruppen. Die Pflanzungen dienen als visuelle Filter zur Straße und spenden durch ihre subtilen Schatten ein bewegtes Bild auf den Oberflächen des Platzes, der Terrasse und dem Gebäude.

 

Im Rahmen der anstehenden Planung ist zu untersuchen, ob und inwieweit das zentrale Kunstwerk auf dem Vorplatz versetzt werden könnte und sich die „geologischen Bohrkerne“ lose über den Platz verteilen ließen.

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